Einige Fachbegriffe eines Energieberaters

Blower- Door- Test:

Mit dem Differenzdruck- Messverfahren (auch: Blower- Door- Test) wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen.
Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülle aufzuspüren und die Luftwechselrate zu bestimmen.
Durch die Druckdifferenzen wird eine konstante Windlast auf das zu messende Gebäude simuliert.
Das Differenzdruck- Messverfahren (Blower- Door- Test) sollte an jedem Neubau und Umbau durchgeführt werden, um evtl. vorhandene Fehlstellen der Gebäudehülle zu lokalisieren.
Somit können die Anforderungen aus der EnEV 2009 an dauerhaft Luftdichte Konstruktionen erfüllt werden.

Dampfsperre:

Das Abdichtungssystem verhindert, dass Feuchtigkeit aus der Raumluft in Dämmstoffe eindringen kann.
Dampfsperren bestehen hauptsächlich aus Kunststofffolien, die eine besonders hohe Diffusionsdichtheit haben. Dampfsperren sind besonders gut aneinander und an angrenzenden Bauteilen zu befestigen, damit sie dauerhaft ihre Funktion erfüllen. Alle Durchdringungen dieser Ebene sind ebenfalls dauerhaft abzudichten.
Eine offene Fuge von 1 mm Breite transportiert auf einen Meter Länge täglich etwa 350 ml Wasser.

Energiebedarf:

Notwendige Energiemenge für die Bereitstellung von Heizzungswärme und Trink- wasserwärme
unter Berücksichtigung von Verlusten aus der Erzeugung und Verteilung innerhalb eines Gebäudes.

Energieausweis:

Der Energieausweis ist ein Dokument, das ein Gebäude energetisch bewertet.
Alle Wohnhäuser brauchen ab dem 1. Januar 2009 einen Energieausweis,
wenn sie neu vermietet, verkauft oder verpachtet werden.
Miet- und Kaufinteressenten, die auf der Suche nach einer Wohnung oder einem Haus sind,
können den Hauseigentümer nach einem Energieausweis fragen.
Der Energieausweis informiert über den energetischen Zustand einer Wohnung und hilft,
die potenziellen Heiz- und Warmwasserkosten abzuschätzen.
Mit dem Energieausweis lassen sich verschiedene Häuser in Bezug
auf ihre energetische Qualität vergleichen.
Zum Energieausweis gehören auch Modernisierungsempfehlungen.
Es lohnt sich für Mieter danach zu fragen, ob sie auch umgesetzt werden.

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW):

Energieeffizient Sanieren  für alle, die ihren Altbau so sanieren,
dass fürs Heizen nur noch wenig Energie benötigt wird.
Gefördert werden auch einzelne Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken.
Wer hierfür keinen Kredit benötigt, kann einen Zuschuss beantragen.
In diesem Programm sind die Förderung der Wohnraum- Modernisierung
und der CO2- Minderung zusammengefasst.
Das Programm kann für alle bestehenden Wohngebäude unabhängig vom Baujahr genutzt werden.
In diesem Programm werden alle Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen gefördert.
Hierbei unterscheidet sich der Zinssatz zwischen energetischen ÖKO-PLUS-Maßnahmen
(z.B. Heizungs-, Fensteraustausch, Wärmedämmung der Gebäudeaußenhülle)
und so genannten STANDARD-Maßnahmen (z.B. Balkonanbau, Baderneuerung).
Zu den ÖKO- PLUS- Maßnahmen zählen, die Erneuerung von Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien, wie solarthermische Anlagen, Wärmepumpen, Holzpellets- Heizungen,
Anlagen zur Versorgung mit Wärme aus Kraft-Wärme- Kopplung.

Brennwertkessel:

Brennwertkessel – das Optimum heutiger fossiler Heizsysteme.
Gas-Brennwertkessel bilden das Optimum heutiger Heizkesseltechnik
bei der Nutzung fossiler Brennstoffe. Sie sind eine Weiterentwicklung der Niedertemperaturkessel
und erzielen gegenüber diesen, deutlich geringere Schadstoffemissionen
und eine um bis zu 11 Prozent bessere Ausnutzung des Brennstoffs.
Dies wird erreicht, indem ein Teil des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes
im Brennwertkessel kondensiert wird. Beim Kondensationsvorgang wird die im Wärmetauscher,
Kessel und Abgasrohr frei werdende Kondensationswärme zu Heizzwecken genutzt.
Wegen der anfallenden Flüssigkeit, dem Kondensat, müssen Abgasrohr und Brennwertkessel
gegen Feuchte unempfindlich sein.
Die Abführung der Abgase betreibt wegen des fehlenden Auftriebs ein Gebläse.
Ölbrennwertkessel haben brennstoffbedingt einen geringeren Nutzungsgrad,
sind aber noch vergleichsweise teuer und erfordern eine Neutralisation des Kondensats.
Durch die Einführung von schwefelarmem Heizöl und der verbesserten Verbrennung,
sind die Korrosionsprobleme in den vergangenen Jahren geringer geworden.
Zwingend erforderlich beim Ölbrennwertkessel ist ein feuchteunempfindliches Abgasrohr,
da durch die geringen Abgastemperaturen Kondenswasser (Kondensat) im Schornstein anfällt.
Brennwertkessel werden jeweils mit einem speziellen Abgassystem zugelassen,
beispielsweise aus Edelstahl, Kunststoff (z.B. PPS), Aluminium oder Glas.

Solarthermie:

Die Sonne liefert uns täglich ein enormes Energiepotential,
dass in Deutschland den Primärenergieverbrauch um das Achtzigfache übersteigt.
Diese Energiequelle ist praktisch unerschöpflich und steht uns auch in den nächsten Jahrmillionen zur Verfügung.
Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Erdöl sind dagegen nur begrenzt vorhanden.
Die nächsten Generationen werden nicht mehr uneingeschränkt auf sie zurückgreifen können,
so dass die Sonne zweifellos die Energie der Zukunft darstellt. Unter Solarthermie versteht man,
die Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare Wärmeenergie umzuwandeln, um Wasser zu erwärmen.
Solaranlagen zur Warmwasserbereitung zeichnen sich durch eine einfache Anlagentechnik aus
und sind technisch ausgereift. Mittlerweile gibt es eine große Anzahl von Solar- Fachfirmen,
die über langjährige Erfahrungen bei der Anlagen- und Planungsmontage verfügen.
Sie bieten für die unterschiedlichsten Anforderungen eine breite Palette an Anlagekonzepten an.

Thermostatventil:

Ein Thermostatventil ist ein mechanischer Temperaturregler,
der abhängig von der Umgebungstemperatur ist und über ein Ventil
einen niedrigeren oder höheren Durchfluss gewährt, um eine Temperatur konstant zu halten.
Beispiele sind Heizungs- und Thermostatventile, die den Vorlauf an Heizkörpern zur Raumheizung steuern,
Thermostatventile in Kühlkreisläufen und Kältemaschinen (Heißgas- Bypass), selbstregelnde Mischbatterien an Dusche oder Badewanne sowie Backofenthermostate an Gasherden.

Transmissionswärmeverlust:

Der Transmissionswärmeverlust entsteht infolge der Wärmeableitung beheizter Räume
über die Umschließungsflächen, wie Wände, Fußböden, Decken und Fenster.
Nach der Energie- Einspar- Verordnung stellt der Transmissionswärmeverlust
den Wärmestrom durch die Außenbauteile, je Grad Kelvin, die Temperaturdifferenz dar.
Es gilt: je kleiner der Wert, um so besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle.
Durch zusätzlichen Bezug auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche liefert der Wert
einen wichtigen Hinweis auf die Qualität des Wärmeschutzes.

Wärmebrücke:

Linienförmig auftretende Änderungen der Wärmeleitfähigkeit an Bauteilen,
die bei der Bemessung zu berücksichtigen sind. Wärmebrücken können positive Einflüsse haben,
wenn das betrachtete Bauteil durch Wärmebrücken eine höhere Dämmwirkung hat,
aber sie können, so der Regel, auch die Dämmwirkung eines Bauteils im geringen Maße verschlechtern.

Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) W/(m²K) :

Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ein spezifischer Kennwert eines Bauteils.
Er wird im Wesentlichen durch die Wärmeleitfähigkeit und Dicke der verwendeten Materialien bestimmt,
aber auch durch die Wärmestrahlung und Konvektion an den Oberflächen.

Wärmeleitfähigkeit in W/(m²K):

Er gibt die Leistung (also die Energiemenge pro Zeiteinheit) an,
die durch eine Fläche von 1 m² fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Lufttemperaturen
stationär um 1Grad unterscheiden.
Seine SI-Maßeinheit ist daher W/(m²·K) (Watt pro Quadratmeter und Kelvin).