Der Schimmelpilz                                                            

Leider ist er viel zu oft da, wo man ihn am wenigsten braucht:

Der Schimmelpilz ist ein natürlicher Teil unserer Umwelt und daher auch in Innenräumen vorhanden.
Man sollte jedoch alle Möglichkeiten eines Wachstums in Innenräumen vermeiden.
In der Außenluft ist die Schimmelpilzkonzentration schwankend.
Man sollte also bei einer Schimmelpilzmessung nicht nur die Innenluft, sondern auch die Außenluft messen.

Schimmelpilz bildet sich nicht nur in Innenräumen,
auf Obst, Gemüse oder im Keller:

In der Außenluft ist es von vielen Faktoren abhängig, wie stark oder wie schwach sich Schimmelpilz bildet.
Je nach Jahreszeit, Luftfeuchtigkeit oder Wärme, fühlt er sich wohler oder nicht.
Erschwerend dazu beitragen können Kompostierungsanlagen, Wertstoffsortierungsanlagen,
Tierhandlungen oder eine Getreideverarbeitungsanlage.
Eine Ansammlung von verrotteten Materialien oder die Aufwirbelung von Erde,
unterstützt das Wachstum des Schimmelpilzes enorm.

Im Innenraum festgestellte Schimmelpilze können zwei Quellen haben:

Entweder sie kommen beim Lüften des Raumes in den Innenraum,
oder sie sind bereits vorhanden.
Bei einer Messung der Außenluft kann dann aber festgestellt werden,
woher der Schimmelpilz tatsächlich kommt.
Der Schimmelpilz Wachstum wird durch drei Faktoren beeinflusst:

  • Feuchtigkeit
  • Nährstoffangebot
  • Temperatur

Weitere Faktoren, die den Stoffwechsel oder einen Wachstum fördern können:

  • PH- Wert des Substrates
  • Licht
  • Sauerstoffgehalt der Luft
  • chemische Substanzen

Schimmelpilze wachsen in einem weiten Temperaturbereich,
da es viele verschiedene Arten des gemeinen Schimmelpilzes gibt.
Diese sind in  drei Temperaturbereiche eingeteilt:

  • Wachstum erst bei Mittlere Temperaturen = Mesophile Schimmelpilze  (Optimal 25-35°C)
  • Wachstum auch bei hohen Temperaturen = Thermotolerante Schimmelpilze (30-40°C)
  • Wachstum erst bei hohen Temperaturen = Thermophile Schimmelpilze (35-55°C)

Die beliebtesten Materialien, auf denen sich der Schimmelpilz so richtig wohlfühlt:

  • Holz, Spanplatten
  • Papier, Pappe, Karton (auch Gipskarton)
  • Tapeten, Tapetenkleister
  • Kunststoffe, Gummi, Silikon, Folie
  • Teppichböden, Kleber für Fußbodenbelag
  • Farben, Lacke
  • Leder.

Leider auch Materialien wie Beton oder Zement, können unter Umständen ein Nährboden
für Schimmelpilze sein. Sogar auf Glas kann der Schimmelpilz wachsen,
obwohl das kein Material ist das Nährstoffe abgibt, sie aber aus der Luft daran haften bleiben.
Wenn auch noch eine hohe Feuchtigkeit im Innenraum besteht, ist es fast nicht zu vermeiden,
dass der Schimmelpilz wächst. Dabei muss das Material nicht mal von Feuchtigkeit getränkt sein,
sondern es reicht eine geringe Menge an Grundfeuchte.

Wie schon bekannt ist, ist der Schimmelpilz sehr ungesund. Studien haben bewiesen,
dass Schimmelpilzsporen zu Atemwegsbeschwerden führen. Leider ist es nicht eindeutig zu sagen,
wie stark die Belastung sein muss, die zu Atemwegsbeschwerden führt.
Man kann also nicht von dem gemessenen Wert der Schimmelpilzbildung
auf gesundheitliche Einwirkungen schließen. Der Schimmelpilz kann so einiges,
was uns so gar nicht gefällt. Um etwas genauer darauf einzugehen,
sind leider auch schon allergische Reaktionen auf Schimmelpilze nachgewiesen worden.

Reizende und toxische Wirkungen wurden bisher – fast ausschließlich – an belasteten Arbeitsplätzen
mit hoher Schimmelpilzkonzentration nachgewiesen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen den Schimmelpilzbefall:

Richtiges lüften und heizverhalten

  • Durch richtiges Lüften und Heizen kann die Feuchtigkeit im Gebäude begrenzt werden.
  • Wichtig ist, dass die Feuchtigkeit, wie z.B. durch Duschen, Kochen, Waschen usw.
    mit regelmäßigem Lüften, nach außen abgeführt wird.
  • Es sollte mindestens 3 – 4 Mal am Tag für kräftigen Durchzug gesorgt werden (mind. 5 Min. pro Raum),
    z.B. Fenster gegenüberliegender Räume samt Türen, großzügig öffnen.
    So kann mit Feuchtigkeit gesättigte Luft entweichen.
  • Aber nicht Dauerlüften durch gekippte Fenster, dass erhöht Heizkosten und fördert die Schimmelbildung.
  • Schränke immer etwas von der Wand weg aufstellen, so kann auch die Luft dahinter zirkulieren.
  • Den Koch- und Duschdampf immer sofort abziehen lassen. Hier kann man auch die Feuchte über andere Zimmer nach draußen leiten.
  • Für gleichmäßige Temperaturen sorgen 19-21 °C. Die Türen zu kühleren Zimmern (z.B. Schlafraum) immer geschlossen halten.
    Wenn Sie das Haus verlassen, die Heizung auf 2-3 °C absenken, nicht abstellen.
  • Anti-Schimmelmittel helfen, Sporen kurzfristig zu bekämpfen. Diese bekommen Sie in jedem Baumarkt.
  • Wenn der Schimmel nicht durch falsches Verhalten entstanden ist, muss der Vermieter abhelfen.